Aktueller StatusMit den Bürgergärten verschiedener Nachbarschaftsgruppen, dem Obstgarten von Annalinde sowie mit dem Obsthain wollen wir öffentliches Grün für die Anpflanzung essbarer Kulturen (Gemüse, Kräuter, Obst) nutzen.
Link zum Flyer
Nächster Schritt
Im Herbst 2016 werden die ersten Bäume für den Obsthain gepflanzt.
Gesuchte Mitstreiter
Einzelpersonen, Unternehmen und Initiativen, die Interesse haben, für einzelne Flächen die Pflege zu übernehmen, die u.g. Fragen zu klären und/oder Finanz-/Sachmittel bereitzustellen.
KontaktSebastian Pomm und Toralf Zinner








Immer mehr Städte sind weltweit auf dem Weg, ihre Grünanlagen in essbare Landschaften zu verwandeln. Es geht ihnen dabei im Kern um die Aufwertung öffentlichen Grüns durch die Anpflanzung essbarer Kulturen (Gemüse, Kräuter, Obst), wobei das Beernten der Pflanzen allen BürgerInnen bedingungslos möglich sein soll. Das Konzept der Essbaren Stadt wurde in Todmorden, Großbritannien entwickelt ("Incredible Edible"). Durch seinen großen Erfolg arbeiten mittlerweile Stadtverwaltungen und Initiativen in 39 deutschen Städten (u.a. “Essbare Stadt Andernach”) daran, diese Form der Nahrungsmittelproduktion in gesamtstädtischen oder quartiersbezogenen Projekten umzusetzen.

Der Bürgerbahnhof Plagwitz bietet vielfältige Möglichkeiten, um vor Ort in Leipzig mit diesem Konzept zu experimentieren und die nötigen Erfahrungen zu sammeln, um es an weiteren Orten der Stadt leichter und zielgerichteter umsetzen zu können. Unter dem Motto: „Pflücken erlaubt –
statt betreten verboten
“ wollen wir Menschen für ihre Umwelt, saisonales/regionales Gemüse, gesunde Ernährung, Stoffkreisläufe und Klimaschutz sensibilisieren und ihnen über niederschwellige Bildungs- und Mitmachangebote neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen.

Mit den Bürgergärten verschiedener Nachbarschaftsgruppen, dem Obstgarten von Annalinde sowie einem vom Amt für Stadtgrün und Gewässer und den Gruppen des Bürgerbahnhofs gemeinsam betriebenen Obsthain verfügt der Bürgerbahnhof über ganz unterschiedliche räumliche und organisatorische Ansätze, die für eine Pilotierung des Projektes zur Verfügung stehen.

Im Rahmen des Projektes wollen wir die Rolle des Bürgerbahnhofs als „urbanes Labor“ nutzen, um konzeptionell und ganz praktisch im Boden vor Ort folgende Fragen zu beantworten:
• Wie schaffen wir die nötige Verantwortung für eine gemeinsame Grünflächenpflege?
• Wie organisieren wir die Arbeit zwischen den beteilgten Einzelpersonen, Initiativen und Ämtern?
• Wie sorgen wir für ein hohes Maß an Kulturpflanzenvielfalt?
• Wie gestalten wir multifunktionale Grünflächen, die der Nahrungsmittelproduktion dienen und als Lebensraum zugleich eine hohe Aufenthaltsqualität bieten?

Und so machen es andere Städte: Hier ein paar Tipps für das Gärtnern im Hochbeet.